Erinnert sich noch jemand an Ostern?

27. April 2008

Hallo geliebte und doch sträflich vernachlässigte Leserschaft: da nützt einem das modernste Kommunikationsmedium nichts, wenn man so schreibfaul ist wie ich. Was die Aktualität betrifft, könnte ich jasminscorner wohl genauso gut als Flaschenpost-Service betreiben.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich jetzt, über einen Monat später, allmählich der Schleier des Vergessens über das Osterwochenende bei Oma Rosi legt, so dass ich die Ereignisse gar nicht mit der für mich typischen Liebe zum Detail kommentieren kann, ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel.

Lustig war’s aber, so viel steht fest: wer hätte gedacht, dass es ein noch abgefahreneres Fest gibt als das mit dem Typ mit dem weißen Bart und den Nadelbäumen: ehrlich mal, ein Hase, der Hühnereier färbt und versteckt? Wer kommt denn auf sowas? Hier ein paar Schnappschüsse meiner Eierjagd:

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So, und das war’s auch schon wieder. Eigentlich hab ich noch viel mehr, was ich euch erzählen wollte. Da muss ich aber erstmal Bilder sichten. Bis in einer Woche oder so. Na sagen wir mal zwei, will ja nicht gleich wieder die Ewartungen zu hoch schrauben.

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Tschühüs, eure Jasmin.

In eigener Sache …

5. March 2008

… so beginnt ein Autor gewöhnlich einen Artikel, der sich nur um ihn selbst dreht. Normalerweise ist das ja auch die Ausnahme. Nun, ich weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aber hier dreht sich eigentlich immer alles um mich.

ABER HEUTE NICHT! So, damit geht der Preis für die irreführendste Überschrift des Jahres schon mal an mich. Der Preis für die wichtigste Neuigkeit geht hingegen fraglos an (*Trommelwirbel*) … tja, nen Namen hat er eigentlich noch nicht. Oder auch sie. Aber was … ähhmmm … “es” schon hat, ist eine große Cousine. Nämlich mich!Big Grin

JA, IHR HABT RICHTIG GELESEN!!! Onkel Daniel hat die Bombe heute platzen lassen, und es erfüllt mich mit unsagbar viel Stolz, es als so ziemlich erste erfahren und in die Welt posaunen zu dürfen … sogar vor dir, Oma Rosi – da staunst du, was?

So, jetzt lass ich das einfach mal so stehen, damit der Nachhall dieses bedeutsamen Ereignisses nicht durch meine schnöden Worte verwässert wird.

Mein Cousinchen wird hier sowieso noch oft genug Thema werden. Batting Eyelashes

Ich freu mich! Eure Jasmin

Autonomie

24. February 2008

… jaja, ein großes Wort für eine Nicht-ganz-anderthalb-jährige, aber – seid versichert – kein leeres! Wer hoch hinaus will, kann sich nicht jahrelang mit Kindheit und ähnlichen Mätzchen aufhalten, sondern muss früh lernen, erwachsen zu werden und auf eigenen Beinen zu stehen. Hab das auch mit Teddy diskutiert, der sieht das ganz änlich.

Also, Taten statt Worte! Während das Durchschnittskleinkind wertvolle Zeit verliert, weil es die grundlegendsten Fähigkeiten mühsam nacheinander erlernt, ist mein Ansatz geballter und paralleler (Mathe-Lehrer: bitte ignorieren, ich weiß, dass man parallel nicht steigern kann).

Hier also mein erster Fortschrittsbericht, aufgeteilt nach Disziplinen:

1. Ernährung

Ernährung ist wichtiger als viele glauben. Wenn man nämlich über einen längeren Zeitraum nicht genügend Nahrung aufnimmt, handelt man sich besorgte Eltern ein, was auf Dauer belastend sein kann. Mindestens genauso belastend ist aber, acht mal “Nane, Nane”, “Gurke, Gurke” oder “Käse, Käse” rufen zu müssen, nur um dann doch missverstanden zu werden – selbstständige Ernährung ist da viel entspannter. Hier die ersten Versuche mit Pommes (dem Gladbecker Hauptnahrungsmittel) und einem Fruchtzwerg. Schon viel früher perfektioniert und daher nicht abgebildet: autonomes Smarties-Essen.

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2. Fortbewegung

Laufen zu lernen kostete mich ehrlich gesagt einiges an Überwindung. Es ist so ein bisschen wie beim Schreibmaschine-Schreiben. Wenn man einmal das Zwei-Finger-Suchsystem (Krabbeln) perfektioniert hat, wirft einen das mühsame Erlernen des Zehn-Finger-Systems (Laufen) erstmal um einiges zurück, bis die ersten Erfolge sichtbar werden. Blöderweise kommt man aber nicht drum herum, wenn man als Sekretärin (Mensch) ernst genommen werden will. Wenn’s dann klappt, ist man aber doch ein wenig stolz. Batting Eyelashes

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3. Sprache

Kann ich jetzt auch. Big Grin Hey, das müsst ihr mir jetzt einfach mal glauben, ja? Weiß halt nicht, wie man hier Tonaufnahmen hintun kann.

4. Bildung

Der wichtigste Baustein meiner Vorbereitung auf die Kunsthochschule in Barcelona. Neben einigen ganz allgemeinen Lernschwerpunkten wie dem Studium der Lebensmittelpreise, ist es natürlich vor allem die Kunst selbst, der ich meine größte Aufmerksamkeit widme.

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Übrigens, nicht dass ihr denkt, ich hätte die Bodenhaftung komplett verloren. Ich habe natürlich einen Plan B, falls das Talent doch nicht für die Künstlerkarriere reicht. Zu diesem Zweck habe ich neulich in der Kita an einem Berufsvorbereitungstag teilgenommen:

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So, das war’s für diesmal. Ich nehme noch Vorschläge für die nächste zu erlernende Fähigkeit an (mit Laufen und Sprechen bin ich ja demnächst durch). Dachte vielleicht an Unsichtbar-werden, Fliegen oder Alleine-aufs-Klo-gehen, aber ihr dürft eurer Fantasie gerne freien Lauf lassen.

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Liebe Grüße, Eure Jasmin.

Pablo Picasso,

15. January 2008

liebe Freunde, begann im Alter von sieben Jahren zu malen. Interessanterweise reichte das bereits aus, um ihn in der Kunstwelt als Wunderkind gelten zu lassen. Dass man das locker toppen kann (wenn man ich ist), beweisen die folgenden Aufnahmen.

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Vielen Dank an das tolle Team der Seepferdchen-Kinderkrippe für’s Zur-Verfügung-stellen der Utensilien, das Knipsen dieser Schnappschüsse und, vor allen Dingen, für das Entdecken meines Talents. Ein Platz in meinen Memoiren ist euch sicher (dort werden diese Bilder den Beginn meiner Ampel-Periode markieren).

Mit 15 ist Picasso dann übrigens an der Kunsthochschule in Barcelona aufgenommen worden. Spanien: wir sehen uns in drei Jahren!

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Hasta luego, eure Jasmin!

Comeback

7. January 2008

Hallo ihr Lieben! Ich weiß, was ihr sagen wollt, und ich versuche gar nicht erst zu leugnen – ein Blick nach rechts in die Archive offenbart die schreckliche Wahrheit: eine gähnende Lücke (können Lücken überhaupt gähnen, oder dürfen das nur Leeren?) klafft zwischen November und Januar. Dezember 2007, der erste jasminscorner-lose Monat seit Anbeginn von … äähh … jasminscorner. Ausradiert aus den Geschichtsbüchern, so als hätte es ihn nie gegeben. Wenn ihr glaubt, euch macht das zu schaffen, dann schaut mich mal an:

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Aber es hilft ja nix, das Leben geht weiter. Ich kann nur versuchen, den vergangenen Monat so gut es geht Revue passieren zu lassen. Vielleicht lasst ihr dann mildernde Umstände für mich gelten.

IMG_2071 Also zunächst war da die Sache mit der Girls-Only-Party. Das ist so aus einer Laune heraus entstanden. Mama hatte Wein besorgt (mag ich ja nicht so), ich hatte die Idee, dass alle ihren Lieblingsteddy mitbringen – und schon ging’s los. Tante Anne hatte ihren vergessen, dafür hatte ich zwei – hab ihr natürlich gern ausgeholfen, Ehrensache. Sehr lustiger Abend.

Ansonsten verbrachte ich meine Tage in einem selbst auferlegten, sehr geregelten Rhythmus, den ich vielleicht demnächst als Wellness-Konzept patentieren lassen werde. Ich nenne es die Balance der vier ‘Sch’: Spielen, Schlemmen, Shoppen, Schlafen. Hier verbildlicht:

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Mama meinte, es würde noch ein wichtiges ‘Sch’ fehlen, aber da hab ich kein Bild von, und wenn, würde ich es euch nicht zeigen.

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Egal. Irgendwann ging es dann auf jeden Fall in den Weihnachtsurlaub zu Oma Rosi (juhu!). Ich finde diese ganze Weihnachtskiste ja immer noch etwas undurchsichtig. Es hat wohl was mit Tannenbäumen zu tun und mit Lebkuchen, mit Rentieren und Männern mit weißen Bärten. Etwas konfus das alles, wenn ihr mich fragt, aber das Wesentliche ist, dass man an Weihnachten Omi besuchen kann, und natürlich dass es Geschenke gibt.

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IMG_2115 Irgendwann waren meine allerdings alle geöffnet, was mich kurzzeitig betrübte, bis ich den Entschluss fasste, einfach über Papas herzufallen. Ein folgenschwerer Fehler!

Gerade wollte ich leicht angeheitert zur Tastatur greifen, um euch, getreue Leserschaft, Bericht zu erstatten, da traf es mich wie ein Schlag: Alkoholvergiftung*! Und die nächsten Tage sahen dann so aus (holt schon mal die Taschentücher raus):

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Tagelang siechte ich dahin. An Schreiben war nicht zu denken. Eine Woche später und 500g leichter als geplant fuhren wir schließlich wieder in die Heimat.

Ich hoffe ihr versteht jetzt besser, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Mama und Papa hatten sogar angeboten, in meinem Namen einen Eintrag zu verfassen, aber ein Ghostwriter ist unter meiner Würde, und außerdem bezweifle ich stark, dass die das hingekriegt hätten.

Was soll’s! Haken wir die Sache ab, und blicken nach vorn auf die nächsten 12 aufregenden und ereignisreichen Monate! Ein Frohes, Gesundes, Gutes Neues Jahr wünscht euch von Herzen

Eure Jasmin!

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* Papa sagt, nur vom Flasche-in-der-Hand-halten könne man keine Alkoholvergiftung bekommen, und behauptet stattdessen, es wäre ne Magen-Darm-Grippe gewesen, aber ich bleibe bei meiner Version.