Hallo ihr Lieben! Ich weiß, was ihr sagen wollt, und ich versuche gar nicht erst zu leugnen – ein Blick nach rechts in die Archive offenbart die schreckliche Wahrheit: eine gähnende Lücke (können Lücken überhaupt gähnen, oder dürfen das nur Leeren?) klafft zwischen November und Januar. Dezember 2007, der erste jasminscorner-lose Monat seit Anbeginn von … äähh … jasminscorner. Ausradiert aus den Geschichtsbüchern, so als hätte es ihn nie gegeben. Wenn ihr glaubt, euch macht das zu schaffen, dann schaut mich mal an:
Aber es hilft ja nix, das Leben geht weiter. Ich kann nur versuchen, den vergangenen Monat so gut es geht Revue passieren zu lassen. Vielleicht lasst ihr dann mildernde Umstände für mich gelten.
Also zunächst war da die Sache mit der Girls-Only-Party. Das ist so aus einer Laune heraus entstanden. Mama hatte Wein besorgt (mag ich ja nicht so), ich hatte die Idee, dass alle ihren Lieblingsteddy mitbringen – und schon ging’s los. Tante Anne hatte ihren vergessen, dafür hatte ich zwei – hab ihr natürlich gern ausgeholfen, Ehrensache. Sehr lustiger Abend. |
Ansonsten verbrachte ich meine Tage in einem selbst auferlegten, sehr geregelten Rhythmus, den ich vielleicht demnächst als Wellness-Konzept patentieren lassen werde. Ich nenne es die Balance der vier ‘Sch’: Spielen, Schlemmen, Shoppen, Schlafen. Hier verbildlicht:
Mama meinte, es würde noch ein wichtiges ‘Sch’ fehlen, aber da hab ich kein Bild von, und wenn, würde ich es euch nicht zeigen.
Egal. Irgendwann ging es dann auf jeden Fall in den Weihnachtsurlaub zu Oma Rosi (juhu!). Ich finde diese ganze Weihnachtskiste ja immer noch etwas undurchsichtig. Es hat wohl was mit Tannenbäumen zu tun und mit Lebkuchen, mit Rentieren und Männern mit weißen Bärten. Etwas konfus das alles, wenn ihr mich fragt, aber das Wesentliche ist, dass man an Weihnachten Omi besuchen kann, und natürlich dass es Geschenke gibt.
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Irgendwann waren meine allerdings alle geöffnet, was mich kurzzeitig betrübte, bis ich den Entschluss fasste, einfach über Papas herzufallen. Ein folgenschwerer Fehler! |
Gerade wollte ich leicht angeheitert zur Tastatur greifen, um euch, getreue Leserschaft, Bericht zu erstatten, da traf es mich wie ein Schlag: Alkoholvergiftung*! Und die nächsten Tage sahen dann so aus (holt schon mal die Taschentücher raus):
Tagelang siechte ich dahin. An Schreiben war nicht zu denken. Eine Woche später und 500g leichter als geplant fuhren wir schließlich wieder in die Heimat.
Ich hoffe ihr versteht jetzt besser, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Mama und Papa hatten sogar angeboten, in meinem Namen einen Eintrag zu verfassen, aber ein Ghostwriter ist unter meiner Würde, und außerdem bezweifle ich stark, dass die das hingekriegt hätten.
Was soll’s! Haken wir die Sache ab, und blicken nach vorn auf die nächsten 12 aufregenden und ereignisreichen Monate! Ein Frohes, Gesundes, Gutes Neues Jahr wünscht euch von Herzen
Eure Jasmin!
* Papa sagt, nur vom Flasche-in-der-Hand-halten könne man keine Alkoholvergiftung bekommen, und behauptet stattdessen, es wäre ne Magen-Darm-Grippe gewesen, aber ich bleibe bei meiner Version.