“In Kürze werde ich an dieser Stelle natürlich ausführlich von dem gesellschaftlichen Event des Jahres berichten.”, schrieb ich eingangs meines letzten Beitrags. “In Kürze” ist natürlich ein hübsch dehnbarer Begriff, den ich mir da ausgesucht habe, aber ich hatte trotzdem nicht vor, euch einen vollen Monat auf dem Trockenen sitzen zu lassen. Ich könnte jetzt natürlich von den Strapazen berichten, die mich aufgehalten haben (Sichten und Aussortieren von über 1000 Bildern, Papas Urlaub überstehen, …), aber wer will schon Ausreden hören! Also: Tschuldigung, hoffe ihr könnt mir verzeihen. Und jetzt ohne weitere Umschweife …
Samstag, 28. Juli, 6:00 Uhr. Sömmerda. Oma Rosis Haus. Ich wache auf und gebe ein leises, hungriges Wimmern von mir (weiß nicht ob ihr euch das jetzt vorstellen könnt) – in der festen Erwartung, eine total aufgelöste und seit Stunden auf den Beinen befindliche Mama würde mir daraufhin wie üblich mein Frühstück ans Bett bringen. Doch was muss ich da hören? Genau genommen: nichts! Totenstille im Haus! Was war passiert? Ich versuche, die Ereignisse des letzten Tages zu rekonstruieren.
Rückblende …
Eigentlich hatte es nur ein kleines harmloses Come-together für einige verfrühte Gäste werden sollen.
Doch dann wurden die ersten Biere geöffnet … |
… und die ersten Leckereien gereicht …  |
… und plötzlich waren sie überall!
Irgendwann meinte dann wohl noch wer: wo wir jetzt schon mal alle da sind, können wir auch gleich nen Polterabend draus machen. Gesagt, getan.
Naja, der Rest ist bekannt. Genau weiß ich das alles natürlich nicht, weil ich, wie sich das für eine anständige Untereinjährige gehört, längst im Schlummerland war … also so weit der Lärm das zuließ.
Was ich hingegen mit Bestimmtheit sagen kann, ist, dass es am Samstag morgen dann irgendwann doch noch ein Happy End (=Frühstück) gab, und nach einigem Rumstehen und Warten brachen wir alle zusammen auf. Überhaupt habe ich gelernt, dass man auf Hochzeiten häufig rumsteht und wartet, auf den Fotografen zum Beispiel oder auf besseres Wetter oder darauf, dass das Buffet eeendlich eröffnet wird. Ständig wird rumgestanden und gewartet.
Wenn es gerade mal nix gab, worauf man hätte warten können, wurde die Zwischenzeit gerne mit Sport überbrückt: Wettrudern, Wettsägen, Wettbogenschießen oder auch …äääh… Wettbasketball – die Möglichkeiten waren schier endlos.
Oje, jetzt hab ich mich aber ganz schön verheddert im Erzählstrang. Vielleicht sollte ich erstmal ein paar Worte und Bilder über die Trauung verlieren, oder?
Also stellt euch das so vor: erstmal standen wir ne Weile rum und warteten (na, merkt ihr was?). Irgendwann wurden wir dann in einen sauna-ähnlichen Raum geführt, in dem sonderbare laute Musik ohne Schlagzeug lief. Eine mir bis dahin unbekannte Tante saß ganz vorn und versuchte, dagegen anzusprechen, was ihr nur teilweise gelang. Dann kam endlich der Teil, den ihr alle aus dem Fernsehen kennt: Ja-sagen, Ringe tauschen, knutschen.
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Beim Rausgehen hat Papa gleich mal Mamas Brille betatscht (eigentlich mein Spezialgebiet), wahrscheinlich einfach nur, weil er meinte, sich das jetzt erlauben zu können. |
Boah, ist das anstrengend mit den vielen Fotos. Ich glaub ich mach erstmal Schluss und reiche den Rest des Berichts nach. Nein, diesmal nicht erst nach nem Monat und auch mit ein paar mehr Bildern von mir. Heißt ja schließlich “Jasmin’s Corner” und nicht … naja … halt anders.
Gute Nacht, eure Jasmin.