Archiv für January 2007

Das Geständnis

Wednesday, 31. January 2007

Ich habe lange geschwiegen, liebe Freunde, aber die Schande droht mich zu erdrücken – es muss jetzt einfach raus: Ich bin ein uneheliches Kind!

So … jetzt geht’s mir schon besser.

Denjenigen unter euch, die sich trotz dieses Schandflecks entschlossen haben, mir treu zu bleiben und weiterzulesen, danke ich von ganzem Herzen! A friend in need is a friend indeed.

Aber der Reihe nach: zuerst hatte ich natürlich keine Ahnung! Klar, hier und da hört man mal was im Fernsehen oder beim Rückbildungskurs: Horrorgeschichten über Eltern mit unterschiedlichen Nachnamen und Lohnsteuerklasse I … aber man glaubt ja nicht wirklich, dass es einen selbst treffen könnte.

Die Wochen zogen ins Land, und ich erfreute mich unbeschwert der Schönheit des Lebens (ihr alle seid meine Zeugen). Ja, und dann kam Marlena eines Tages mal wieder vorbei und meinte aus heiterem Himmel: “Du, wir müssen mal reden!”

Liebe Freunde, der Gedanke an diese denkwürdige Unterhaltung schmerzt zu sehr, als dass ich ihren Inhalt hier wiederzugeben im Stande wäre. Ich denke aber, ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Im Nachhinein betrachtet hatte ich natürlich großes Glück, die Hiobsbotschaft ausgerechnet von Marlena erfahren zu haben. Immerhin hatte auch sie über ein halbes Jahr mit dieser Schmach leben müssen, bevor sich Onkel Thomas und Tante Annika dazu hatten durchringen können zu heiraten, und so konnte sie mich entsprechend trösten und beraten.

Nachdem der erste Schock verflogen war, beschlossen wir, dass es an der Zeit war zu handeln. Marlena empfahl mir, in Einzelgesprächen mit Mama und Papa nach den Ursachen zu forschen, meine Überredungskünste einzusetzen und dabei besonders süß auszusehen. Etwa so:

So erfuhr ich von Mama, dass die beiden schon seit über zehn Jahren zusammen sind! Zehn Jahre! Das reicht bei vielen anderen gleich für mehrere Ehen!

Und außerdem, so Mama weiter, wollte sie letztes Jahr nicht heiraten, weil sie auf dem Hochzeitsfoto dick ausgesehen hätte. Ich überlegte kurz, ob ich sie meine Unzufriedenheit darüber spüren lassen sollte, dass ihr ihre Eitelkeit wichtiger war als die Ehre ihrer Erstgeborenen, verlegte mich dann aber doch wieder auf’s Süß-Aussehen. Zur Erinnerung … das geht so:

Tja, und schließlich meinte sie, sie hätte ja überhaupt noch keinen Antrag erhalten, und ohne den ginge ja schon mal gleich gar nichts!

Aha! Da lag also der Hund begraben. Unverzüglich sprach ich Papa darauf an. Unter Tränen gestand er mir daraufhin, dass er einfach viel zu phantasielos sei, ihm jegliche romantische Ader fehle und darüber hinaus der Erwartungsdruck ins Unermessliche steigen würde. Ich weinte ein bisschen mit ihm mit …

… und fasste einen Entschluss: es war an mir, diese Sache für uns alle zum Guten zu wenden!

Liebe Leser: wahrscheinlich hat es in der Geschichte schon vor mir Kinder gegeben, die ihren Eltern einen Heiratsantrag gemacht haben … und ganz bestimmt gab es schon so einige Computerfreaks, die über’s Internet um die Hand ihrer Angebeteten angehalten haben … aber ich bin mir doch sehr sicher, dass beides zusammen hier in diesem Beitrag in Jasmin’s Corner eine Weltpremiere feiert, und ihr seid live dabei:

Mama, Papa: wollt Ihr euch heiraten?

Mehr Audienzen

Wednesday, 17. January 2007

Na da hab ich ja was angerichtet mit meiner an dieser Stelle geäußerten Behauptung, es gebe wohl niemanden mehr, den ich noch vorstellen und der sich mit mir ablichten lassen könne.

Und was ist mit mir“, schrie mir auf einmal ein tausendstimmiger Chor empörter Menschen entgegen, “hä?”

Nachdem ich also die letzten zehn Tage in erster Linie damit zugebracht habe, Entschuldigungsschreiben zu verfassen sowie Fototermine zu vereinbaren und wahrzunehmen, hier nun die Resultate. Vielleicht mach ich ja irgendwann ne eigene Audienzen-Kategorie auf. Papa hat mir mal erklärt, wie das geht, aber seit wann hör ich denn auf den! Also los:

Thomas (nee wirklich, das ist jetzt der dritte) kam noch am Veröffentlichungstag meines letzen Beitrags vorbei und bestand auf einer sofortigen Session. Netter Typ. Irgendwie muss er auch mit Marlena verbandelt sein, aber das hab ich nicht ganz durchschaut.

Anne ist auch so eine sympathische Dauer-Rumträgerin wie Jeannine (ich werde in diesem Zusammenhang das Wort Oma-Typ nie wieder verwenden, versprochen!). Außerdem hab ich sogar schon mal mit Marlena zusammen ne Pyjama-Party bei ihr veranstaltet. Wieso ich das noch nicht erwähnt habe? Mein Leben ist halt einfach viel zu aufregend für solche Details!

Heiko arbeitet bei einer großen Firma, die Autos herstellt, wie ich gehört habe. Da ich neuerdings bekennender Auto-Fan bin (s.u.) werd ich mir den auf jeden Fall warm halten. Guckt mal wie gekonnt Heiko an der Kamera vorbeischaut, um den Eindruck von Spontanität zu vermitteln. Muss ich mir merken!

Anne (langsam frage ich mich, warum es überhaupt verschiedene Namen gibt) ist erstens die Freundin von Heiko und zweitens mitverantwortlich dafür, dass ich so ne doofe Spreizwindel trage (sie ist Apothekerin und hat Mama auf den Trichter gebracht). Die Tatsache, dass ich sie hier trotzdem wohlwollend erwähne, spricht 100%ig für sie!

Um den Faden von vorhin wieder aufzunehmen: so laut hallten die empörten Stimmen zu mir, dass ich sogar einige aus dem fernen Thüringen vernehmen konnte, wo ja bekanntlich meine Wurzeln liegen. Also überredete ich Mama und Papa, die Sachen zu packen und für ein langes Wochenende auf den Spuren meiner Vorfahren zu wandeln.

Erste Erkenntnis der Reise: Autos sind toll! So toll, dass mir gar nicht in den Kopf will, warum ich Nacht für Nacht gezwungen werde, in einem Bett zu schlafen, wenn Autos doch anscheinend viel besser dafür geeignet sind.

Wie dem auch sei … nach unserer Ankunft hab ich dann endlich meine Tante Mandy kennen gelernt. So, die kriegt jetzt aber mal wieder ein größeres Foto:

Tante Mandy ist nämlich nicht nur Mamas Schwester, sondern auch noch eine echte Kapazität in Sachen Kinder-groß-kriegen und so, und außerdem noch gelernte Kinderkrankenschwester. Deswegen musste sie Mama auch schon des öfteren telefonisch beratend zur Seite stehen, und da war es natürlich besonders toll, sie eeeeendlich mal live und in echt zu treffen. Tante Mandy sammelt übrigens jedes Fitzelchen von mir, was ich besonders rührend finde.

Der weitere Verlauf meines Aufenthalts war von so vielen verschiedenen Erlebnissen und Begegnungen geprägt, dass ich nur noch wirre Erinnerungen daran habe. Muss mir das alles definitiv in naher Zukunft noch mal genauer anschauen. Exemplarisch hier zwei Fotos meiner beiden Großtanten Andrea (links neben Oma Rosi) und Hanni:

OK, das wär’s erstmal von mir. Sorry, dass es diesmal etwas länger ausgefallen ist, aber es war eben auch ne Menge los. Hab sogar immer noch ein paar Fotos in der Hinterhand, die jetzt aber nicht so ganz ins Konzept passen würden … schmuggel ich die euch halt später unter.

Macht’s gut, eure Jasmin!

Audienzen

Friday, 5. January 2007

sodele* … nach meiner groben Schätzung dürfte jetzt so ziemlich alles an Leuten bei mir vorgesprochen haben, was so rumläuft. Grund genug, sie an dieser Stelle in einem Rutsch vorzustellen. Dann haben wir’s hinter uns und können uns neuen Themen zuwenden. Es sonnen sich eh schon zu viele in meinem Licht (nur Spaß, kähähä).

In chronologischer Reihenfolge (einige dieser Fotos schleppe ich schon mein halbes Leben lang mit mir rum):

v.l.n.r.:

Thomas wohnt eigentlich in Köln, was angeblich außerhalb Deckenpfronns liegt. Naja wer’s glaubt … Stand auf einmal vor der Tür – Gott sei Dank hatte ich was passendes zum Anziehen da!

Annika und Thomas (davon gibt’s wohl mehrere) sind die Eltern von Marlena – schon allein deshalb können sie gar keine schlechten Menschein sein (sind sie auch nicht).

Matze ist eine Party-Bekanntschaft (hab ich Silvester getroffen). Schien aber Mama und Papa schon zu kennen. Zufälle gibt’s…

Julia und Tobias wohnen gleich um die Ecke, und Julia ist Kindergärtnerin. Wenn man eins und eins zusammenzählt, bekommt man den Verdacht, dass Mama und Papa diese Begegnung nicht ganz uneigennützig eingefädelt haben.

Ivonne war mein erster Besuch im neuen Jahr. Hier lacht sie grad über einen versauten Witz von mir (wirkt nur, wenn man ihn erzählt, daher lasse ich ihn mal weg).

E.T. ist kleiner als ich, was ihn mir gleich sympathisch gemacht hat. Allerdings ist er etwas wortkarg. Vielleicht hab ich ihn mit meiner Größe auch nur eingeschüchtert.

Jeannine ist so ein richtiger Oma-Typ! Also nicht falsch verstehen, ich meine in Sachen Anstrahlen und Rumtragen und so. Super! Im Hintergrund zu erkennen: E.T., mal wieder schweigend.

Ich glaub das wär’s erstmal. Wenn jemand mit der Veröffentlichung seines Fotos nicht einverstanden ist, möge er mir Bescheid sagen, dann mach ich so schwarze Balken über die Augen. Das gibt meiner Website was Verruchtes – wäre ein guter Kontrast zu dem ganzen Rosa.

Na dann bis später, eure Jasmin!

*Erzählt Mama und Papa bloß nicht, dass ich schwäbele – die sind da etwas … sensibel …